Cartoon Workshop 02.06.-07.06.2010 - Ausstellung und Vernissage

Der trilaterale Workshop wurde ins Leben gerufen von der
Initative Partnerschaft mit Polen e.V. und Forum für Kunst

CARTOONS „Was mich bewegt – wir in Europa“ - Ein Projekt für Jugendliche aus Frankreich, Polen und Deutschland in Heidelberg

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Ausstellung und Vernissage

Am Sonntag, dem 6. Juni, 15 Uhr, wurde im Heidelberger Forum für Kunst die Ausstellung „Cartoons“ zum Thema „Was mich bewegt – wir in Europa“ eröffnet.
Die Initiative Partnerschaft mit Polen e. V. als die Ideengeberin und Organisatorin des trilateralen Projekts, mit finanzieller Unterstützung der Stadt Heidelberg und des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Englisches Institut Heidelberg und künstlerischer Begleitung der Künstler vom Forum für Kunst zeigte Arbeiten von Jugendlichen aus Montpellier (Frankreich), Jelenia Gora (Polen) und Heidelberg (Deutschland), die in einem Workshop in Heidelberg erarbeitet wurden.
Zur Begrüßung sprach Werner Schaub, zur Einführung Hans Martin Mumm, Leiter des Kulturamts der Stadt Heidelberg und als Zusammenfassung des gelungenen Projekts Ursula von Dallwitz-Wegner als Vorsitzende der Initiative Partnerschaft mit Polen e.V.

Mumm Dallwitz

Ein Cartoon ist eine Grafik, die eine komische oder satirische Geschichte in einem Bild erzählt, ursprünglich ohne Worte. Ernsthaft gezeichnete Kommentare zum politischen Tagesgeschehen mit kritischer Absicht werden als Karikatur bezeichnet. Der Übergang ist jedoch fließend. Bildgeschichten über mehrere Panels nennt man Comic. Der Begriff   Cartoon stammt vom französischen carton und bezeichnete auf Karton gezeichnete Entwürfe.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass seit dem beginnenden 20. Jahrhundert in Frankreich das Spektrum der humoristischen Zeichnung breit gefächert ist und eine lange Tradition hat.
Für die Jugendlichen aus Frankreich setzten sich ihre Lehrer und Betreuer Herr Dr. Rainer Wannicke und Frau Emanuela Luciano.

In Polen wurden Comics erstmals in den späten 1940ern in Form von Heften oder Taschenbüchern veröffentlicht. Nach der Wende 1989 entwickelte sich ein regelrechter Comicboom. In Krakau und Warschau z.B. haben sich feste Comicfestivals etabliert.
Für die Jugendlichen aus Polen setzten sich ihre Kunst-Lehrerinnen und Betreuerinnen Frau Anna Patraszewska und Frau Maria Schubart.

In Deutschland wurden Cartoons vor allem in satirischen Magazinen gedruckt. Während   des Nationalsozialismus wurden sie verboten oder gleichgeschaltet. Neue Formen bzgl. der Erscheinungsweise, Technik und Verbreitung von Cartoons gab es in den 1960er und 1970er Jahren durch die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule, vorwiegend publiziert in den Satireheften Pardon und Titanic.

Jugnd

Publikum

Sicher ist es sehr spannend zu sehen, mit welcher Sicht Jugendliche aus den 3 Ländern auf die Themenstellung visuell reagieren und welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede  in ihren Cartoons feststellbar werden. Alle Arbeiten entstanden unter fachlicher künstlerischer Beratung von Roswitha Josefine Pape, Werner Schaub und Bernd Hebecker beim Workshop in Heidelberg.

Die Initiative Partnerschaft mit Polen e. V. mit Gabriela Skolaut gestaltete das abwechslungsreiche Aufenthaltsprogramm der 24 Jugendlichen und begleitete die Gäste aus Frankreich und Polen über die gesamte Dauer des Projekts. 
Das Projekt wurde gefördert vom Deutsch-französischen Jugendwerk, von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und von der Stadt Heidelberg (Partnerstädte).
Zu sehen ist die Präsentation am 8. und 9. Juni, jeweils zwischen 14 und 18 Uhr.