Veranstaltungen 2012

06.02.2012, 19:00 Uhr - Jahrestreffen JHV der Initiative Partnerschaft mit Polen e.V., Griechische Taverne, Parkhaus Kornmarkt

28.03.2012, 19:00 UhrPräsentation des Films „Pakete der Solidarität“ mit einer Einführung zum Thema von der neuen Kulturkonsulin des polnischen Konsulats in München Małgorzata Tyszkiewicz, VHS, Bergheimerstr. 76

Als sich in Polen 1981 die Versorgungslage der Bevölkerung drastisch verschlechterte, nahm eine wohl einmalige Hilfsaktion ihren Anfang. Bundesbürger schickten Millionen Pakete mit  Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern nach Polen, um die schlimmste Not zu lindern. An diese bewegenden Zeiten erinnert dieser Film. Der Kampf der polnischen Bevölkerung gegen die Unterdrückung  und die Entbehrungen  und die Hilfe aus Deutschland waren nicht umsonst. Denn heute ist Polen Teil eines vereinten Europa und einer der engsten Partner Deutschlands. Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Ziemer
pakete

12.04.2012, 19:30 Uhr - Vortrag von Prof. Klaus Ziemer "Die Gegenwart der Vergangenheit" - Vergangenheitsbewältigung in Mittel- und Osteuropa, VHS, Bergheimerstr. 76

Klaus Ziemer (* 1946) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die polnische Zeitgeschichte, die deutsch-polnischen Beziehungen seit 1945 und der politische Systemwandel in Osteuropa.

„Vergangenheitsbewältigung“ in Mittel- und Osteuropa
(Klaus Ziemer)

Mit der Überwindung der kommunistischen Systeme war eine je Staat sehr unterschiedliche Aufarbeitung des bisherigen Regimes verbunden. Das betraf zunächst eine Reihe innerstaatlicher Problemfelder (Umgang mit dem von Staats wegen begangenen Unrecht, Zugang zu den Akten der kommunistischen Geheimdienste, Überprüfung von Personen auf Mitarbeit in diesen Diensten, Ausschluss kommunistischer Funktionsträger von öffentlichen Ämtern etc.). In einigen Gesellschaften wurde die Beurteilung der kommunistischen Zeit noch dadurch erschwert, dass wie etwa in baltischen Staaten Opfer des Kommunismus unter deutscher Besatzung kollaboriert und sich am Holocaust beteiligt hatten.

Die Aufarbeitung der kommunistischen Zeit schließt jedoch auch das Verhältnis zu Nachbarstaaten ein. Bis 1989 waren nicht nur die von der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs begangenen Verbrechen (Stichwort „Katyn“) tabu, sondern ebenso während des Krieges teils blutig ausgetragene Konflikte etwa zwischen Ukrainern und Polen. Die Europäische Union hat nach 2004 Mitglieder aufgenommen, die im Innern wie im Verhältnis zu ihren Nachbarn noch stark damit beschäftigt sind, die Jahrzehnte seit dem Zweiten Weltkrieg (und zum Teil auch die Zeit davor) aufzuarbeiten. Dabei lassen sich mehrere Muster des Umgangs mit dieser Vergangenheit ausmachen.

April 2012Schüleraustausch des Gymnasiums St. Raphael Heidelberg mit St. Zeromski Liceum in Jelenia Góra; polnische Schüler in Heidelberg

06.05. 2012 um 15:30 Uhr - Spaziergang „Bekannte Polen in Heidelberg“ mit Dr. Dietrich Bahls und  Gabriela Skolaut anlässlich des polnischen Nationalfeiertags (03.Mai) ab Stadthalle, Haupteingang

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16.06-15.07.2012 - T o o o r ! Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft in Polen und in der Ukraine EURO 2012 zeigt die Galerie Melnikow Bilder von polnischen und ukrainischen Künstlern.
Samstag, 16. Juni 2012 um 18:00 Uhr Eröffnung der Ausstellung; Einführung: Prof. Dr. Gert Weisskirchen: Polen und Ukraine „Tor zu einer europäischen Zukunft“

Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft EURO 2012 in Polen und in der Ukraine zeigt die Galerie Melnikow Bilder von polnischen und ukrainischen Künstlern - 16.06.-15.07.2012

Tooor

Die Galerie Melnikow und die Initiative Partnerschaft mit Polen e.V. laden zur Eröffnung der Ausstellung
T o o o r !
am Samstag, den 16. Juni 2012 um 18:00 Uhr
herzlich ein.

Begrüßung: Magdalena Melnikow
Grußwort der Initiative: Gabriela Skolaut

Einführung: Prof. Dr. Gert Weisskirchen
Polen und Ukraine „Tor zu einer europäischen Zukunft“

Die Fußball-UEFA EURO 2012TM Europameisterschaft findet zum ersten Mal in zwei Staaten Mittelosteuropas statt: in Polen und in der Ukraine.
Die Gruppenspiele werden in Polen in vier Städten ausgetragen: in Danzig/Gdansk, Posen/Poznan, Warschau/Warszawa (Hauptstadt) und Breslau/Wroclaw.
Die Gastgeberstädte in der Ukraine sind: Charkow, Donezk, Lemberg und Kiew (Hauptstadt des Landes), wo am 1 Juli auch das Endspiel stattfindet.

Die Galerie Melnikow besteht seit 1974 in Heidelberg und bietet vor allem jungen, einheimischen Künstlern die Möglichkeit ihre Arbeiten zu zeigen. Seit den 90-er Jahren werden häufig Künstler aus Mittelosteuropa ausgestellt.
Erinnert sei an die Ausstellung junger, polnischer Maler der Akademie der Schönen Künste aus Warschau in Zusammenarbeit mit dem Stückemarkt des Heidelberger Theaters und der Initiative Partnerschaft mit Polen e.V. 2006.

Die Initiative Partnerschaft mit Polen e.V. fühlt sich seit ihrer Gründung den Zielen des polnisch-deutschen Nachbarschaftsvertrages verpflichtet. Sie  will dazu beitragen, ein spannungsfreies Verhältnis zu Polen aufzubauen und verbreiteten Vorurteilen und Klischees entgegenzutreten.
So ist auch diese Ausstellung zur Fußball-Europameisterschaft ein Hinweis auf die östlichen Nachbarländer, ihre Menschen, ihre Kultur und ihre wechselvolle Geschichte.
Heute ist Polen Mitglied der EU und einer der engsten Partner Deutschlands. Bundespräsident Joachim Gauck hat als erstes EU – Land Polen besucht und damit auf die Bedeutung freundschaftlicher Beziehungen beider Länder hingewiesen.

01.06.2012 bis 09.06.2012 - 9. Studienreise mit Dr. Dieter Lange und GIL Incentive- und Bildungsreisen nach Polen"Beiderseits entlang der Oder" - auf den Spuren des Joseph Freiherr von Eichendorf
Information und Anmeldung: gil@gil-touristik.com Tel. 06221 -30 72 12/13

18.-28.08.2012 - 10. Studienreise mit Dr. Dieter Lange und GIL Incentive- und Bildungsreisen nach Rumänien: "Moldau-Klöster, Siebenbürgen, Kirchenburgen, Bukarest"

19. 09.2012, 20:00 UhrLesung polnischer Gedichte
in der Übersetzung von Karl Dedecius mit Prof. Ulrich Müller und Gabriela Skolaut, Flöte Susanne Wuver-Belz
Buchhandlung Himmelheber, Theaterstr.16


21.10.2012, 16:00 UhrKonzert in der Reihe Chopinkonzerte
Florian Kellerhals, Geige, und David Lauri, Cello, spielen u. a. polnische Komponisten: Zygmunt Noskowski (1846-1909) und Grazyna Bacewicz (1909-1969);
Kurpfälzisches Museum, Haupstr. 76

Bacewicz
Grazyna Bacewicz

Noskowski
Zygmunt Noskowski

Florian Kellerhals, Geige, und David Lauri, Cello, spielen polnische Komponisten: Zygmunt Noskowski (1846-1909) und Grazyna Bacewicz (1909-1969)

Kelleha

Foto:Istvan Schönbrunn

 

 

Florian Kellerhals stammt aus einer Musikerfamilie aus Basel. Sein Studium absolvierte er in Basel, Bern und an der International Menuhin Music Academy (IMMA) in Gstaad bei Meistern wie Yehudi Menuhin, Sandor Vegh, Igor Ozim und Hermann Krebbers. Er spielte in renommierten Ensembles wie dem Kammerorchester Basel, der Camerata Bern, der Camerata Lysy und als Solist, Kammermusiker und Konzertmeister u.a. mit Frans Brüggen, Thomas Zehetmair, Astor Piazzolla, Heinz Holliger und Fabio Biondi Konzerte, Platten-und Rundfunkaufnahmen und auf den wichtigen Festivals in Skandinavien und Mitteleuropa. Seit 1993 ist er Konzertmeister im Stavanger Symphonieorchester (Norwegen). Er tritt auch bei Jazzfestivals auf, improvisiert auf der elektrischen Geige und arbeitet mit zeitgenössischen Komponisten an neuen Werken und Spieltechniken.

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Lauri  

David Lauri (*06.02.1958)
wurde in Basel geboren. Nach dem Studium am Konservatorium in Luzern bei Stanislav Apolin bildet er sich in Maastricht und Basel weiter in der Konzertklasse von Radu Aldulescu und absolviert Meisterkurse für Kammermusik bei Piero Farulli vom Quartetto Italiano und bei Walter Levin vom La Salle Quartett. Als Mitglied des Euler Quartetts, des Merlin Trios und des Ensembles der IGNM nahm er an Tourneen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Australien und Südamerika teil. Rundfunkaufzeichnungen entstanden mit Radio France, dem SWR, ORF, DRS. CD- Aufnahmen bei den Labels Accord (Paris) und Cantando. David Lauri ist seit 1984 Lehrer an der Musikakademie in Basel.

Zaprucka

30.10.2012, 19:00 UhrVortrag von Julita I. Zaprucka, Direktorin des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Jagniątków (Polen) „Villa Wiesenstein" - das Gerhart-Hauptmann-Haus als Erinnerungsort“ anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Nobelpreisverleihnung an Gerhart Hauptmann,
Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Pfaffengasse 1

13.11.2012, 19:00 Uhr - Vortrag "Deutschland und Polen gemeinsam in Europa" des deutschen Botschafters in Warschau Rüdiger Freiherr von Fritsch, im Rahmen der Universitätsvortragsreihe: „Europa und die Zukunft des deutsch-polnischen Dialogs“ in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg
Alte Aula der Universität, Grabengasse 1

R-Fritsch
 
Rüdiger Freiherr von Fritsch (*1953 in Siegen) legte sein Abitur 1973 an der Internatsschule Schloss Salem ab. Studierte Geschichte und Germanistik in Erlangen und Bonn. 1986 politischer Refernt in der Botschaft in Warschau. Seit 1989 in verschiedenen Funktionen im Auswärtigen Amt, bei der EU in Brüssel, im Bundespräsidialamt, Vicepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Verheiratet, fünf Kinder.
Seit 2010 deutscher Botschafter in Warschau.

RvFritsch

Deutscher Botschafter in Polen, in Warschau, Rüdiger Freiherr von Fritsch
in der Aula der Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg
(Foto: Johanna Sokoließ, ifa)

AulaFritsch

Großes Interesse von Studenten, Professoeren, Heidelberger Bürger
am aktuellen Polen-Bild und dem Stand der deutsch-polnischen Beziehungen
in der Alten Aula der Universität
(Foto: Johanna Sokoließ, ifa)